Wie Du Dich als Handwerker selbstständig machst – der Weg zum eigenen Handwerk mit und ohne Meisterbrief

Selbstständige Handwerker müssen viele Themenbereiche beachten, von der Wahl der Rechtsform bis zur Gewerbeanmeldung. Ein guter Businessplan, der Marktanalysen und Finanzplanung beinhaltet, ist hierbei wichtig.

Je nach Handwerksberuf kann ein Meisterbrief erforderlich sein. Die Handwerkskammer bietet Unterstützung und Beratung für angehende Selbstständige. 

Hier findest Du die wichtigsten Inhalte, um Dich als Handwerker selbstständig zu machen. 

Lila Lions - Blog zum Thema Selbstständig im Handwerk

Inhaltsverzeichnis

Die wichtigsten Schritte zur Selbstständigkeit im Handwerk

Wie werde ich als Handwerker selbstständig?

Der Weg in die Selbstständigkeit als Handwerker ist spannend und herausfordernd zugleich. Es gibt viele Dinge zu beachten, von der Wahl der richtigen Rechtsform bis hin zur Anmeldung beim Gewerbeamt. Bevor Du startest, solltest Du Dich gründlich informieren und einen klaren Plan haben.

Die Selbstständigkeit bietet viele Freiheiten, aber auch Verantwortung. Es ist wichtig, gut vorbereitet zu sein, um mögliche Stolpersteine zu vermeiden. Eine gute Vorbereitung kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Daher ist es hilfreich, sich von Experten beraten zu lassen und sich fortzubilden.

Welche Entscheidungen sind für einen erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit im Handwerk erforderlich?

Zu den grundlegendsten Entscheidungen gehört die Wahl der richtigen Rechtsform. Diese hat nicht nur steuerliche Auswirkungen, sondern beeinflusst auch Deine Haftung. Des Weiteren musst Du entscheiden, ob Du allein oder mit Partnern gründen möchtest. Die Standortwahl ist ebenfalls wichtig, da diese Deine Kundennähe und somit Deinen Umsatz beeinflussen kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Finanzierung. Überlege, wie Du Dein Geschäft finanzieren möchtest und ob Du eventuell Fördermittel in Anspruch nehmen kannst. Auch die Wahl Deines Angebots und Deiner Zielgruppe sind entscheidend für Deinen Erfolg.

Wie erstelle ich einen Businessplan für meinen Handwerksbetrieb?

Ein Businessplan ist das Herzstück jeder Gründung. Er hilft Dir, Deine Geschäftsidee zu strukturieren und potenziellen Investoren oder Banken zu präsentieren. Beginne mit einer klaren Beschreibung Deiner Geschäftsidee und Deiner Zielgruppe. Analysiere den Markt und Deine Konkurrenz. Welche Alleinstellungsmerkmale bietet Dein Handwerksbetrieb? Wie planst Du, Kunden zu gewinnen und zu binden?

Ein Finanzplan gibt Auskunft über Deine erwarteten Einnahmen und Ausgaben. Denke auch an Marketing und Vertrieb. Wie möchtest Du auf Dich aufmerksam machen? Ein guter Businessplan ist nicht nur für externe Partner wichtig, sondern auch für Dich selbst, um Deine Ziele klar vor Augen zu haben.

Wie erfolgt die Gewerbeanmeldung als selbstständiger Handwerker?

Die Gewerbeanmeldung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Du meldest Dein Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt Deiner Stadt oder Gemeinde an. Dafür benötigst Du einen gültigen Personalausweis und, je nach Gewerbe, weitere Unterlagen. Die Gebühr für die Anmeldung variiert je nach Gemeinde.

Nach der Anmeldung erhältst Du eine Gewerbeanmeldebestätigung. Diese benötigst Du unter anderem für die Anmeldung beim Finanzamt und bei der Handwerkskammer. Dabei solltest Du darauf achten, Dich im Vorfeld über die genauen Anforderungen und benötigten Unterlagen zu informieren, um Verzögerungen zu vermeiden.

Welche Qualifikationen benötige ich für die Existenzgründung im Handwerk?

Die benötigten Qualifikationen hängen stark von Deinem Handwerksberuf ab. Für einige Berufe ist ein Meisterbrief zwingend erforderlich, für andere nicht. Neben den fachlichen Qualifikationen sind auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse von Vorteil. Diese helfen Dir, Dein Unternehmen erfolgreich zu führen.

Es gibt einige Weiterbildungsangebote, die Dich auf die Selbstständigkeit vorbereiten. Dazu gehören Kurse in Buchhaltung, Marketing oder Personalmanagement. Auch Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit oder Durchsetzungsvermögen können hilfreich sein. Generell solltest Du ständig dazulernen und Dich weiterentwickeln, um auf dem Markt bestehen zu können.

Die Rolle des Meistertitels und die Handwerkskammer

Ist ein Meisterbrief für die Selbstständigkeit im Handwerk zwingend erforderlich?

Ob ein Meisterbrief für die Selbstständigkeit im Handwerk erforderlich ist, hängt vom jeweiligen Handwerksberuf ab. Es gibt zulassungspflichtige Handwerke, für die ein Meisterbrief oder eine gleichwertige Qualifikation erforderlich ist. Dazu gehören zum Beispiel Elektroinstallateure oder Dachdecker.

Es gibt aber auch zulassungsfreie Handwerke, für die kein Meisterbrief benötigt wird. Hierzu zählen beispielsweise Fliesenleger oder Raumausstatter. Es macht Sinn, sich im Vorfeld genau zu informieren, welche Anforderungen für Deinen Beruf gelten. Ein Meisterbrief kann jedoch auch Vorteile bringen, selbst wenn er nicht zwingend erforderlich ist.

Welche Rolle spielt die Handwerkskammer (HWK) für angehende selbstständige Handwerker?

Die Handwerkskammer (HWK) ist eine wichtige Anlaufstelle für angehende selbstständige Handwerker. Sie bietet Beratung und Unterstützung in allen Fragen rund um die Selbstständigkeit. Dazu gehören zum Beispiel Informationen zu Fördermitteln, Weiterbildungsangeboten oder rechtlichen Fragen.

Die Handwerkskammer vertritt die Interessen der Handwerker auf politischer Ebene und setzt sich für die Belange des Handwerks ein. Als Mitglied profitierst Du von einem großen Netzwerk und vielen Angeboten. Es ist hilfreich, den Kontakt zur Handwerkskammer frühzeitig zu suchen und die angebotenen Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

Wie kann ich meinen Meistertitel beantragen?

Wenn Du Deinen Meistertitel erwerben möchtest, musst Du eine Meisterprüfung in Deinem Handwerksberuf ablegen. Der erste Schritt dazu ist die Anmeldung zur Meisterprüfung bei der zuständigen Handwerkskammer. Vor der Anmeldung solltest Du sicherstellen, dass Du die Zulassungsvoraussetzungen erfüllst. Dazu gehört in der Regel eine abgeschlossene Gesellenprüfung im entsprechenden Handwerk und eine bestimmte Anzahl von Jahren Berufserfahrung.

Die Meisterprüfung selbst besteht aus mehreren Teilen, darunter der praktische und der theoretische Teil. Viele Handwerkskammern bieten Vorbereitungskurse an, die Dich gezielt auf die Prüfung vorbereiten. Nach bestandener Prüfung erhältst Du den Meisterbrief und darfst Dich Meister Deines Handwerks nennen.

Welche Vorteile bietet der Meistertitel für die Selbstständigkeit im Handwerk?

Der Meistertitel bringt viele Vorteile mit sich. Zum einen öffnet er Dir die Tür zu zulassungspflichtigen Handwerken, in denen ein Meisterbrief für die Selbstständigkeit erforderlich ist. Aber auch darüber hinaus bietet der Meistertitel viele Chancen. Er ist ein Zeichen für Qualität und Fachkompetenz und wird von Kunden oft geschätzt.

Mit dem Meistertitel kannst Du auch Auszubildende einstellen und so zum Fachkräftemangel entgegenwirken. Zudem gibt es Fördermittel und Kredite, die speziell für Meisterbetriebe vorgesehen sind. Nicht zuletzt kann der Meistertitel auch persönlich eine große Bereicherung sein und Dein Selbstbewusstsein stärken.

Wie verhält es sich mit der Meisterpflicht im Handwerk?

Die Meisterpflicht im Handwerk wurde in den letzten Jahren gelockert, aber für einige Handwerksberufe ist sie nach wie vor verbindlich. Das bedeutet, dass Du in diesen Berufen ohne Meisterbrief nicht selbstständig arbeiten darfst. Die Meisterpflicht soll die Qualität im Handwerk sichern und Kunden vor schlechter Arbeit schützen.

Allerdings gibt es auch Kritik an der Meisterpflicht, da sie den Zugang zur Selbstständigkeit erschwert. Es macht auf jeden Fall Sinn, sich genau zu informieren, ob für Deinen Handwerksberuf die Meisterpflicht gilt. Bei Unklarheiten kann die Handwerkskammer weiterhelfen.

Die Auswahl der richtigen Rechtsform und die Versicherungen für Handwerker

Welche Rechtsform ist für die Gründung eines Handwerksbetriebs am besten geeignet?

Die Wahl der richtigen Rechtsform ist entscheidend für Deine Haftung, Deine Steuerlast und viele andere Themenbereiche Deines Unternehmens. Es gibt verschiedene Rechtsformen, die für Handwerksbetriebe in Frage kommen. Einzelunternehmen sind einfach zu gründen und eignen sich für Handwerker, die alleine arbeiten.

Wenn Du mit Partnern gründen möchtest, kommen Personengesellschaften wie die GbR oder die OHG in Frage. Für größere Betriebe oder wenn Du Deine Haftung beschränken möchtest, kann eine GmbH oder UG die richtige Wahl sein. Daher ist es oft hilfreich, sich von einem Steuerberater oder Rechtsanwalt beraten zu lassen, um die optimale Rechtsform für Deinen Betrieb zu finden.

Welche Versicherungen benötige ich als selbstständiger Handwerker?

Versicherungen sind ein wichtiger Schutz für selbstständige Handwerker. Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt Dich vor Schadensersatzansprüchen, die durch Deine Arbeit entstehen können. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert Dein Einkommen, falls Du Deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst.

Je nach Handwerksberuf können auch spezielle Versicherungen wie eine Maschinenversicherung oder eine Elektronikversicherung sinnvoll sein. Beachte dabei, Dich umfassend zu informieren und die Versicherungen zu wählen, die zu Deinem Betrieb und Deinem Risikoprofil passen. Ein Versicherungsmakler kann Dich dabei unterstützen und Dir passende Angebote unterbreiten.

Wie kann ich mich vor Risiken im Handwerk schützen?

Neben den richtigen Versicherungen gibt es noch andere Möglichkeiten, sich vor Risiken im Handwerk zu schützen. Eine gute Planung und Organisation können viele Probleme von vornherein vermeiden. Es ist wichtig, klare Verträge mit Kunden und Lieferanten zu haben und sich über rechtliche Rahmenbedingungen im Klaren zu sein.

Fortbildungen und Schulungen können helfen, Fehler zu vermeiden und die Qualität Deiner Arbeit zu sichern. Ein gutes Netzwerk aus Kollegen, Beratern und Experten kann ebenfalls ein wichtiger Schutz sein. Sie können Dich vor möglichen Stolpersteinen warnen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Was muss bei der Anmeldung von zulassungspflichtigen Handwerken beachtet werden?

Zulassungspflichtige Handwerke unterliegen besonderen Anforderungen. Für sie ist in der Regel ein Meisterbrief oder eine gleichwertige Qualifikation erforderlich. Bei der Anmeldung musst Du diese Qualifikation nachweisen. Zudem gibt es oft weitere Anforderungen, zum Beispiel an die Betriebsausstattung oder die Zahl der Mitarbeiter. Es ist wichtig, sich im Vorfeld genau zu informieren und alle benötigten Unterlagen bereitzuhalten. Die Handwerkskammer kann Dich dabei unterstützen und Dir alle notwendigen Informationen zur Verfügung stellen.

Welche TOP 50 der handwerklichen Berufe eignen sich besonders zur Existenzgründung?

Es gibt viele handwerkliche Berufe, die sich für eine Existenzgründung eignen. Die besten Chancen hast Du in Berufen, in denen es eine hohe Nachfrage gibt und die Konkurrenz überschaubar ist. Dazu gehören zum Beispiel Elektroinstallateure, Dachdecker oder Heizungsbauer. Aber auch in Nischenberufen wie dem Restaurator oder dem Orgelbauer kann es interessante Möglichkeiten geben.

Wir empfehlen Dir dabei, den Markt genau zu analysieren und eine Nische zu finden, in der Du Dich mit Deinem Angebot abheben kannst. Eine gute Vorbereitung und eine klare Positionierung können den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.

  • Elektriker
  • Tischler
  • Maurer
  • Zimmerer
  • Maler und Lackierer
  • Dachdecker
  • Fliesenleger
  • Installateur und Heizungsbauer
  • Kfz-Mechatroniker
  • Bäcker
  • Fleischer
  • Friseur
  • Schreiner
  • Metallbauer
  • Steinmetz
  • Stuckateur
  • Glaser
  • Konditor
  • Goldschmied
  • Uhrmacher
  • Optiker
  • Fotograf
  • Orthopädieschuhmacher
  • Hörgeräteakustiker
  • Raumausstatter
  • Bootsbauer
  • Buchbinder
  • Drechsler
  • Graveur
  • Modist
  • Sattler
  • Schneider
  • Schuhmacher
  • Augenoptiker
  • Dentaltechniker
  • Gerüstbauer
  • Straßenbauer
  • Brunnenbauer
  • Kanalbauer
  • Gleisbauer
  • Beton- und Stahlbetonbauer
  • Feinwerkmechaniker
  • Anlagenmechaniker
  • Informationselektroniker
  • Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker
  • Land- und Baumaschinenmechatroniker
  • Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik
  • Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker
  • Schilder- und Lichtreklamehersteller
  • Zweiradmechatroniker

Der Schritt in die Selbstständigkeit zum eigenen Handwerksbetrieb: Risiken und Chancen im Handwerk

Wie kann ich mögliche Risiken auf dem Weg zur Selbstständigkeit im Handwerk vermeiden?

Risiken sind in jedem Geschäftsfeld vorhanden, aber mit der richtigen Vorbereitung und Strategie kannst Du viele davon minimieren. Achte darauf, den Markt und Deine Zielgruppe genau zu kennen. Eine gründliche Marktforschung kann Dir helfen, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen. Auch ein gut durchdachter Businessplan ist ein vernünftiger Schutz.

Er hilft Dir, Deine Ziele klar zu definieren und mögliche Stolpersteine zu identifizieren. Netzwerke mit anderen Handwerkern und Branchenexperten können ebenfalls hilfreich sein. Sie können Dir wertvolle Tipps geben und Dich vor häufigen Fehlern warnen.

Wie kann ich als Handwerker meinen Kundenstamm aufbauen und erweitern?

Ein zufriedener Kunde ist die beste Werbung. Daher ist es empfehlenswert, von Anfang an auf Qualität und guten Service zu setzen. Mundpropaganda kann Dir helfen, schnell einen festen Kundenstamm aufzubauen. Auch moderne Marketingmaßnahmen wie Social Media oder Online-Werbung können effektiv sein.

Dabei ist vorteilhaft, dort präsent zu sein, wo sich Deine Zielgruppe aufhält. Netzwerkevents oder Messen können ebenfalls gute Gelegenheiten sein, um neue Kunden zu gewinnen. Denke daran, immer offen für Feedback zu sein und Dich ständig weiterzuentwickeln.

Was sind die häufigsten Fehler bei der Existenzgründung und wie kann ich diese vermeiden?

Einer der häufigsten Fehler bei der Existenzgründung ist mangelnde Vorbereitung. Viele Gründer unterschätzen den Aufwand und die Herausforderungen der Selbstständigkeit. Ein weiterer häufiger Fehler ist, die Finanzen zu optimistisch zu planen. Es ist wichtig, realistisch zu sein und auch mögliche Rückschläge einzuplanen. Auch fehlendes Marketing oder eine unklare Positionierung können zum Scheitern führen.

Wie sieht die Zukunft für selbstständige Handwerker aus - gibt es genügend Aufträge?

Die Zukunft für selbstständige Handwerker sieht grundsätzlich positiv aus. Das Handwerk hat goldenen Boden, wie es so schön heißt. Es gibt immer Bedarf an qualifizierten Handwerkern, und viele Bereiche sind sogar von Fachkräftemangel betroffen. Das bedeutet, dass gut ausgebildete Handwerker gute Chancen auf ausreichend Aufträge haben. Achte aber darauf, das technologische Entwicklungen oder veränderte Kundenbedürfnisse den Markt schnell verändern können.

Welche Chancen bietet der Markt für selbstständige Handwerker?

Der Markt bietet viele Chancen für selbstständige Handwerker. Durch den Fachkräftemangel gibt es in vielen Bereichen mehr Aufträge als qualifizierte Handwerker. Das bedeutet, dass die Preise steigen und die Auftragsbücher voll sind. Zudem gibt es viele Nischen, die noch nicht ausgeschöpft sind.

Mit einer klaren Positionierung und einem einzigartigen Angebot kannst Du Dich von der Konkurrenz abheben und erfolgreich sein. Auch die Digitalisierung bietet viele Chancen. Mit modernen Technologien kannst Du Deine Prozesse optimieren und neue Kundenkreise erschließen.

Der Weg in die Selbstständigkeit: Praxisbeispiele und Erfolgsfaktoren

Welche Faktoren können zum Erfolg eines selbstständigen Handwerksbetriebs beitragen?

Es gibt viele Faktoren, die zum Erfolg eines selbstständigen Handwerksbetriebs beitragen können. Eine gute Vorbereitung und ein durchdachter Businessplan sind das A und O. Aber auch die richtige Positionierung, ein einzigartiges Angebot und gute Marketingmaßnahmen können den Unterschied ausmachen.

Daher wird es oft empfohlen, den Markt und die Zielgruppe genau zu kennen und sich ständig weiterzuentwickeln. Ein gutes Netzwerk und der Austausch mit anderen Handwerkern können ebenfalls zum Erfolg beitragen. Nicht zuletzt sind auch Soft Skills wie Durchsetzungsvermögen, Flexibilität oder Kommunikationsfähigkeit entscheidend.

Welche Herausforderungen kann ich auf meinem Weg in die Selbstständigkeit im Handwerk erwarten?

Die Selbstständigkeit im Handwerk bringt viele Herausforderungen mit sich. Dazu gehören finanzielle Herausforderungen, der Aufbau eines Kundenstamms oder die Anforderungen der Bürokratie. Eine gute Vorbereitung und Weiterbildung können viele Probleme von vornherein vermeiden. Auch ist es empfehlenswert, ein gutes Netzwerk zu haben und sich mit anderen Handwerkern auszutauschen.

Diese können wertvolle Tipps geben und Dich vor möglichen Stolpersteinen warnen. Auch die Work-Life-Balance kann zu Beginn eine Herausforderung sein. Als Selbstständiger bist Du oft rund um die Uhr im Einsatz und musst lernen, auch mal abzuschalten und Dir Pausen zu gönnen.

Zudem kann die Unsicherheit der Selbstständigkeit mental belastend sein. Es gibt keine Garantie für Erfolg, und es kann Phasen geben, in denen die Aufträge ausbleiben oder unvorhergesehene Probleme auftreten. Hier ist es wichtig, resilient zu sein und nicht den Mut zu verlieren.

Wie kann ich einen Finanzplan / Businessplan für meinen Handwerksbetrieb erstellen?

Ein professioneller Finanz- und Businessplan ist das Rückgrat jeder erfolgreichen Existenzgründung, um sich im Handwerk selbstständig zu machen. Er hilft Dir, Deine Geschäftsidee zu strukturieren, Ziele zu setzen und potenzielle Investoren oder Banken zu überzeugen. Beginne mit einer genauen Marktanalyse: Wer sind Deine Zielkunden? Wie groß ist der Markt? Wer sind Deine Konkurrenten?

Basierend auf dieser Analyse kannst Du Deine Geschäftsstrategie entwickeln. Der Finanzplan sollte alle erwarteten Einnahmen und Ausgaben für die nächsten Jahre enthalten. Dazu gehören Startkosten, laufende Kosten, erwartete Umsätze und mögliche Gewinne. Es ist ratsam, hier konservativ zu planen und auch mögliche Risiken einzubeziehen. Viele Handwerkskammern und Gründungsberatungen bieten Unterstützung bei der Erstellung eines Businessplans an.

Wie kann ich mich steuerlich als selbstständiger Handwerker korrekt erfassen lassen?

Die steuerliche Erfassung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Nach der Gewerbeanmeldung erhältst Du in der Regel einen Fragebogen vom Finanzamt, den sogenannten „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“. Seit 2021 muss dieser digital über ELSTER ausgefüllt werden. Hier machst Du Angaben zu Deinem Unternehmen, Deinen erwarteten Einnahmen und Ausgaben und zur gewählten Rechtsform.

Basierend auf diesen Angaben wird das Finanzamt entscheiden, welche Steuern Du zahlen musst und in welcher Höhe. Achte darauf, diesen Fragebogen sorgfältig und korrekt auszufüllen. Fehler können zu Nachzahlungen oder Strafen führen. Es kann sinnvoll sein, sich hier von einem Steuerberater unterstützen zu lassen. Dieser kann Dich auch über mögliche Steuervorteile und -ersparnisse informieren.

Fazit zum Thema "Selbstständig machen als Handwerker im Handwerk"

Das Handwerk ist und bleibt eine der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft. Viele Menschen träumen davon, sich in der Handwerksbranche selbstständig zu machen und ihren eigenen Betrieb zu führen. Der Weg dorthin ist jedoch oft mit vielen Herausforderungen verbunden.

Wenn Du Dich selbstständig im Handwerk machen möchtest, ist der erste Schritt oft, Dich in der Handwerksrolle anzumelden. Dies ist ein Verzeichnis, in dem alle Handwerksbetriebe eingetragen sind. Je nach Branche und Beruf kann es notwendig sein, bestimmte Qualifikationen zu vorweisen. So gibt es zulassungspflichtige Handwerksberufe, für die ein Meisterbrief oder eine vergleichbare Qualifikation erforderlich ist. Aber auch in zulassungsfreien oder handwerksähnlichen Berufen kann es sinnvoll sein, sich weiterzubilden und spezielle Qualifikationen zu erwerben.

Ein weiterer nennenswerter Punkt ist die Wahl der richtigen Rechtsform. Ob Du Dich als Einzelunternehmer, GmbH oder in einer anderen Form selbstständig machst, hat nicht nur steuerliche, sondern auch kaufmännische Auswirkungen auf Deinen Betrieb. Die Handwerkskarte ist dabei oft der Schlüssel zur Selbstständigkeit. Sie bestätigt, dass Du alle Voraussetzungen erfüllst, um Dich in handwerksähnlichen oder zulassungspflichtigen Handwerksberufen selbstständig zu machen.

Die Gründung im Handwerk ist jedoch nicht nur mit bürokratischen Hürden verbunden. Als Existenzgründer stehst Du auch vor der Herausforderung, einen Kundenstamm aufzubauen, Deinen Betrieb zu finanzieren und Dich gegen Risiken abzusichern. Hier können Institutionen wie die Agentur für Arbeit bzw. das Arbeitsamt unterstützend wirken, beispielsweise durch Gründungszuschüsse oder Beratungsangebote.

Ein weiterer Punkt, der nicht unterschätzt werden sollte, ist die Qualifikation als Ausbilder. Wenn Du ausbildungsberechtigt bist, kannst Du nicht nur Fachkräfte für Deinen eigenen Betrieb ausbilden, sondern leistest auch einen wertvollen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses in Deiner Branche.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Selbstständigkeit im Handwerk viele Chancen bietet, aber auch mit Herausforderungen verbunden ist. Mit der richtigen Vorbereitung, einem starken Netzwerk und der notwendigen Leidenschaft für Dein Handwerk stehen die Chancen jedoch gut, dass Dein Betrieb erfolgreich wird und Du Dich langfristig am Markt etablieren kannst.

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